Einleitung

Bei den Pastoralen Einheiten in unserem Erzbistum geht es um einen Zusammenschluss mehrerer bisheriger Seelsorgebereiche und Pfarreien.

Sie dient als gemeinsamer Gestaltungsraum für pastorales und kirchliches Leben und soll schrittweise zu einer tragfähigen organisatorischen und rechtlichen Einheit weiterentwickelt werden, um auf veränderte personelle, finanzielle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu reagieren.

Es geht um eine Neuausrichtung aller Pfarrgemeinden.

Auf dieser Seite erfahren Sie: Was heißt das konkret für Merten?

Begriffserklärungen

Im Folgenden listen wir zunächst kurz eine Sammlung der üblichen Begriffe auf:
  • Pastorale Einheit (PE)
    Rahmen der Zusammenarbeit der 18 Gemeinden von ganz Bornheim und Alfter.

  • Sendungsraum
    Ursprüngliche Bezeichnung für die Pastorale Einheit.

  • Seelsorgebereich (SB)
    heutige Struktur-Ebene der acht Gemeinden: Merten, Walberberg, Sechtem, Dersdorf, Kardorf, Waldorf, Rösberg und Hemmerich
    Unser Seelsorgebereich ist "Bornheim Vorgebirge". Die anderen Seelsorgebereiche in der Pastoralen Einheit sind "Bornheim an Rhein und Vorgebirge" sowie "Alfter"

  • Pfarrkirche
    Die Kirche einer Pfarrei. Aktuell für Merten die Kirche St. Martin Merten.

  • Pfarrei
    Eine rechtliche Einheit (Körperschaft)

 

  • Fusion
    Option A für die pastorale Einheit: Zusammenlegung zu einer einzigen neuen Einheit.

  • Spurwechsel
    Option B für die pastorale Einheit: Zusammenlegung von mehreren Gemeinden eines Seelsorgebereichs zu einer größeren Pfarrei.
    Innerhalb einer PE können mehre Pfarreien existieren.

 

  • Kirchengemeindeverband (KGV)
    Rechtsträger des Seelsorgebereichs

  • Kirchenvorstand, (KV)
    Gremium zur Verwaltung von Vermögen, Finanzen, Liegenschaften der Pfarrgemeinde.

  • Pfarrgemeinderat (PGR)
    Übergeordenetes zentrales Gremium der Pfarrausschüsse auf Seelsorgebereichsebene 

  • Pfarrausschuss (PA)
    Gremium, das den PGR vor Ort reperäsentiert mit vielfältigen Aufgaben zur Koordination der verschiedenen Gruppierungen im Ort.

  • Pastoralteam
    Gruppe der Priester und Diakon(e) im Seelsorgebreich

  • Leitender Pfarrer
    Im Seelsorgebereich derzeit Pfarrer Matthias Genster. Pfarrer Genster legt sein Amt aber aus gesundheitlichen Gründen zum 31.08.2026 ab.
    Der neuer leitende Pfarrer ab dem 01.09. ist Pfarrer Thomas Wolff.

  • Pfarrvikar
    Pastor im Pastoralteams. Derzeit haben wir im Seelsorgebereich die Pfarrvikare Pfarrer Norbert Prümm und Pfarrer Silvio Eick


  • Subsidiar
    Unterstützt Pfarrer und Pfarrvikare. Pfarrer im Ruhestand Heinrich Schröder, Pfarrer Andrzej Kucinski

  • Diakon
    Unterstützen wie die Subsidiare. In unserem Seelsorgebereich haben wir Diakon Bernd Frenzel und Diakon Joachim Fuhrmann

 

Fragen und Antworten

Warum verändert sich unsere Gemeinde?
  • Weniger pastorales Personal und weniger finanzielle Mittel
    • Rückgang der pastoralen Dienste um 50% bis 2030 erwartet
    • Rückgang der Einnahmen durch Kirchensteuer, allein 2027 um ca. 70.000 € weniger

  • Teilweise starkes Ungleichgewicht der Gemeinden untereinander

  • Generell sinkende Mitgliederzahlen der Kirche und somit auch Rückgang der Ehrenamtlichen

Übergeordnetes Ziel: Kirche vor Ort weiterhin lebendig halten

Verwaltung muss langfristig leistbar bleiben, darum werden die Rechtsträger/Verwaltung schrittweise zusammengeführt

Der Prozess heißt im Erzbistum Köln #zusammenfinden und betrifft alle Pastoralen Einheiten.

Wie sehen die heutige Zahlen aus?

Stand 2024 gibt es in unserer PE folgende Gemeindemitglieder:

Seelsorgebereich Gemeinde Mitglieder
ca.
Summe SB
Alfter St. Matthäus Alfter 3.700 9.300
St. Jakobus Gielsdorf 750
St. Mariä Himmelfahrt Oedekoven 2.350
St. Lambertus Witterschlick 1.800
St. Mariä Hilf Volmershoven 600
Bornheim an Rhein und Vorgebirge St. Georg Widdig 850 9.500
St. Aegidius Hersel 2.350
St. Sebastian Roisdorf 2.400
St. Servatius Bornheim 2.600
St. Evergislus Brenig 1.300
Bornheim Vorgebirge St. Albertus Magnus Dersdorf 550 11.400
St. Aegidius Hemmerich 750
St. Joseph Kardorf 1.000
St. Martin Merten 2.450
St. Markus Rösberg 700
St. Gervasius u.P. Sechtem 2.100
St. Michael Waldorf 1.500
St. Walburga Walberberg 2.300
Gesamt     30.200

 

 Anzahl der Gemeindemitglieder und Gottesdienstbesucher ist stetig rücklaufend, wie die folgende Grafik zeigt:

gottesdienstbesucher

Prognose zur Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in der PE

Stelle 2026 2030 2035
Leitender Pfarrer 1 1 1
Pfarrvikar / Kaplan 4 2 1
Diakon 2,8 1 1
Pastoral- und Gemeindereferent 2,5 2-3 2
Subsidiare 9 unbekannt unbekannt

 

 

Was ist die Pastorale Einheit Alfter & Bornheim?

  • Zusammenschluss von 18 Pfarreien in ganz Alfter und ganz Bornheim.
  • Die Grenzen der PE sehen Sie auf der Karte unten.
  • Ein gemeinsames Pastoralteam, Gemeinden und Kirchorte bleiben aber vor Ort lebendig
  • Besteht offiziell bereits seit 2023 für Bornheim & Alfter.
  • Vorher: Sendungsraum

Die PE ist der Rahmen; die endgültige Rechtsform (Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft) kommt später.

karte pe

 Was bedeutet #zusammenfinden?

  • Damit gemeint ist das neue Strukturprojekt des Erzbistums Köln
  • Ziel: langfristig tragfähige Struktur durch weniger rechtlich selbständige Pfarreien
  • Es werden Gruppen aus Pfarreien gebildet die eine gemeinsame Rechtsform bilden.

 Welche Optionen gibt es?

Option A: Fusion Option B: Spurwechsel

Eine große Pfarrei

Alle bisherigen Gemeinden werden zu einer neuen Pfarrei.  

3-5 neue Pfarreien

Aufteilung in mehrere Pfarreien, aber weniger als heute.

Ein zentraler KV
Keine KVs im Ort

Gemeinsamer KGV für Verwaltung

Einzelne KVs in den Pfarreien

Ein großer PGR und in den Orten PAs Ein PGR je Pfarrei und in den Orten PAs
Gemeinsames pastorales Gremium Gemeinsames pastorales Gremium

 

In Alfter & Bornheim ist ‚Spurwechsel‘ beschlossen.

Umsetzung ist für 01.01.2029 vorgesehen

Was ist der Spurwechsel?

  • Beibehalten mehrerer Pfarreien, aber Verringerung der Rechtsträger (Richtwert max. 4-5 je PE)
  • Zentrale Zusammenarbeit im KGV
  • Umsetzung geplant ab 01.01.2029

Ein Koordinationsteam steuert den Prozess; bis Mitte 2027 sollen konkrete Entscheidungen vorbereitet werden.

 

Leitplanken: ‚Wer fusioniert mit wem?‘

Grenzen dürfen SB-Grenzen überschreiten – wichtig: territorial zusammenhängend

Keine Pfarrei bleibt allein

Festlegen je Pfarrei, was nach Möglichkeit erhalten bleiben soll.

Wie setzen sich die neuen Pfarrgemeinschaften zusammen?

  • Aktuell sind wir noch nicht so weit, dass die konkreten Gemeinden festlegen, die sich zusammenschließen.
  • Dies ist bis zum Ende des Jahres 2026 geplant.
  • In die Entscheidung fließen verschiedene Argumente ein:
    • Anzahl der Katholiken in der Gemeinde
    • Örtliche Nähe der Gemeinden untereinander

 Wer begleitet den Prozess?

Wer Aufgabe/Verantwortung im Prozess
Koordinationsteam der Pastoralen Einheit Prozess-Planung, Kommunikation, und Entscheidungsfindung
Leitender Pfarrer (derzeit Pfarrer Matthias Genster) Teil des Koordinationsteams
Pfarrgemeinderäte (PGR) Entsenden Mitglieder für das KT
Kirchenvorstände (KV) Entsenden Mitglieder für das KT
Erzbistum Köln Begleitung

 

 Was bedeutet das für Merten?

  • Verwaltung und Leitung stärker gemeinsam organisiert
  • Es existiert dann kein Kirchenvorstand Merten mehr
  • Der Pfarrausschuss in Merten bleibt aber erhalten
  • Reduzierung des Gottesdienstangebots
    (bereits ab Sommer 2026)

  • Merten soll Kirchort bleiben
    • Konkrete Zuschnitte (welche neue Pfarrei wird/gehört zu welchem Kirchort?) sind Teil des Prozesses bis 2027
    • Entscheidungsfindung ob St. Martin Merten die Pfarrkirche (Hauptkirche) oder eine Filialkirche wird
    • Im Rahmen des Prozesses wird das zukünftige (Gottesdienst-) Angebot erarbeitet.
    • Dies hängt auch vom Engagement der Gemeindemitglieder vor Ort ab. 

Zeitachse

Text

09/2020 Ein Pfarrer & ein Pastoralteam für alle drei SB als ‚Sendungsraum‘
2023 Errichtung als Pastorale Einheit (PE)

05/2024

Perspektivgespräch

02/2025

Standortgespräch

06/2025

Beschluss ‚Spurwechsel‘

03/2026

Strukturgespräche: Leitplanken & Prozess

   

31.08.2026

Wechsel des leitenden Pfarrers (Pfarrer Genster -> Wolff) 

   

01.09.2026

Pfarrerwechsel + Neue  Gottesdienstordnung

bis Ende 2026 Festlegung Pfarreigrenzen, 

01.01.2027

Pauschalierte Kirchensteuermittel; zentrale Verteilung über KGV verteilt statt KVs direkt

bis 28.02.2027 Festlegung Patronat (Welcher Pfarrpatron), Pfarrkirche und Fusionsart (Neue Pfarrei oder Angliederung an bestehende Pfarrei)
bis 30.06.2027 Gremienbefassung durch PGR, KVs usw.)

01.01.2029

Umsetzung Spurwechsel + KGV-Bildung

 ...

Wie geht’s weiter – und wo bekomme ich Infos?

Diese Seite soll regelmäßig aktualisiert werden. Einen Verweis auf Neuigkeiten und Änderungen finden Sie dann Unten in der grünen Box.

Ansprechpersonen

Sie können zu dem Thema ausgewählte Vertreter des Pfarrausschuss (Name und Name) sowie des Kirchenvorstands (Name und Name) unserer Gemeinde kontaktieren. Hierzu haben wir eine E-Mail-Adresse eingerichtet:

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Änderungshistorie

Datum Änderung
04.06.2026 Erste Veröffentlichung der Seite